Nachsorge
Zervixkarzinom
Nach Abschluß der Primärtherapie werden regelmäßig gynäkologisch-onkologische
Nachsorgeuntersuchungen
im 1. und 2. Jahr alle 3-4 Monate
ab dem 3. Jahr jedes ½ Jahr
empfohlen.
Besonderes Augenmerk liegt hierbei auf der gynäkologischen Untersuchung mit Tastbefund
und der Ultraschalluntersuchung zur Beurteilung des Nierenabflusses. Nach großen
Operationen bietet sich weiterhin 6 Monate nach der Operation ein MRT/CT an als
Vergleichsaufnahme.
Grit: "Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die regelmäßige Kontrolle des
Blutes hier insbesondere des CRP-Wertes, des Tumormarkers SCC und z.B. des
Eisenwertes wichtig ist. Nach solch großen Eingriffen kann es zu Abszessen im Bauch
kommen, zu Lymphzysten, Eierstockzysten oder anderen Komplikationen. Auch der Tumormarker
zeigt an, ob wieder Veränderungen im Körper hinsichtlich der Entwicklung eines
Zervixkarzinoms als sog. Rezidiv im Gange sind. Diese Untersuchungen sind leider nicht
immer Routine und müssen oft angesprochen werden.
Auch ein regelmäßiger HPV-Test sollte angestrebt werden, da
wie schon in dem Extrakapitel erwähnt, hier eine Gefahr vorliegt, erneut zu erkranken,
wenn man noch Träger des Virus ist.
Von der Allgemeinärztin/-arzt sollte man regelmäßig das Narbenbild untersuchen lassen
und evtl. von ihr/ihm an einen Facharzt überwiesen werden.
Besonders sollte man sich nicht scheuen, bei starken Schmerzen, Harn- oder
Stuhlentleerungsstörungen, Blutungen oder anderen Problemen den Arzt aufzusuchen und
diese Komplikationen auch anzusprechen. Ich selbst hatte nach mehr als 5 Monaten
postoperativ starke Schmerzen im Bauch, konnte mein Bein nicht mehr heben; nur die
sofortige Gabe von Antibiotika nach Ultraschall- und CT-Untersuchung sowie
Blutwertbestimmung haben mich vor einer erneuten Operation gerettet. Es kann z.B.
passieren, dass durch die Wertheim-Operation sich der Darm verlagert, entzündet oder
durch die Lymphknotenentfernung sich Zysten im Bauchraum befinden und sich wie auch
immer stark entzünden. Auf jeden Fall sollte man dies genau abklären lassen
und nicht gleich zum Messer greifen; manchmal hilft auch eine sanfte Therapie, jedoch
immer unter Beobachtung."
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Nachsorge
Vaginalkarzinom
Eine regelmäßige klinische Nachkontrolle ist ausdrücklich zu empfehlen.
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Nachsorge
Vulvakarzinom
Kern der Nachsorge ist die gynäkologische Untersuchung, ggf. mit Vulvoskopie,
Zytologie und Biopsie. Bildgebende Verfahren werden nur bei Beschwerden eingesetzt (wie
z.B. Ultraschall). Wichtig ist die Früherkennung von solitären Lokalrezidiven der Vulva.
Die Mehrzahl dieser Rezidive tritt in den ersten 3 Jahren nach Diagnosestellung auf.
die ersten 3 Jahre alle 3 Monate
im vierten und fünften Jahr alle 6 Monate
dann einmal jährlich
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Nachsorge
Eierstockkrebs
Wichtig ist bei den Nachsorgeuntersuchungen, auch die Brust
mit zu untersuchen bzw. zu Hause regelmäßig auf Veränderungen abzutasten durch den
nachgewiesenen Zusammenhang zwischen Ovarial- und Brustkrebs
(siehe Diagnose). Das Risiko eines Rezidivs innerhalb der
ersten 3 Jahre nach Operation ist besonders hoch. Die Untersuchungsintervalle sollten ca.
12 Wochen betragen. Nach 3 Jahren werden halbjährliche Intervalle empfohlen und nach dem
5. Jahr jährliche Abstände.
Empfohlen werden folgende Untersuchungen:
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detaillierte Anamnese |
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Ultraschall (über die Scheide und Bauchwand) |
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Gynäkologische Untersuchung (inkl. rektaler Untersuchung) |
- |
Tumormarker CA-125 (vorausgesetzt, dieser war zum Zeitpunkt der Operation
erhöht) |
Achtung: Der Tumormarker zeigt oft falsch positiv an und diese Untersuchung führt deshalb
auch oft zu einer sehr starken psychischen Belastung für die Patienten.
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Nachsorge
Tubenkarzinom
Es wird empfohlen, innerhalb der ersten 3
Jahre alle 3 Monate Anamnese, Klinische Untersuchung, Vaginalsonographie, evtl.
Tumormarker (CA125 nur, wenn bei Primärdiagsnose erhöht gewesen und V.a. Rezidiv
besteht) und bei klinischem Verdacht weitere bildgebende Untersuchungen durchzuführen.
Jährlich sollte sich eine Mammadiagnostik anschließen.
Im 4. und 5. Jahr nach Diagnose sollten alle 6 Monate die Kontrollen wie oben beschrieben
(3-Monats-Kontr.) weitergeführt werden.
Ab dem 6. Jahr ist die Kontrolle im Rahmen der Krebsvorsorgeuntersuchungen erforderlich.
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Nachsorge
Sertoli-Leydig-Zell-Tumor
Übliche gynäkologisch-onkologische Nachkontrolle (siehe andere Kapitel).
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Nachsorge
Maligne Keimzelltumoren
- in Kürze mehr zu diesem Thema auf dieser Seite -
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Nachsorge
Dysgerminome
- in Kürze mehr zu diesem Thema auf dieser Seite -
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Nachsorge
Endometriumkarzinom
Eine
regelmäßige Nachsorge (alle 3 Monate innerhalb von 2 Jahren, dann alle 6
Monate etc.) ist sinnvoll, da z.B. bei einem Vaginalrezidiv oder einem
zentral gelegenen Rezidiv am Vaginalabschluß noch kurative
Behandlungsmöglichkeiten bestehen.
Bildgebende Verfahren sollten nur bei anamnestisch oder klinisch
gegebenem Verdacht auf eine Metastasierung eingesetzt werden.
Tumormarker mit hoher Spezifität gibt es nicht. Wurde jedoch präoperativ
ein erhöhter CA-125r-Marker festgestellt, kann dieser im Rahmen der
Nachsorge eingesetzt werden.
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