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Sertoli-Leydig-Zell-Tumor
Gehören zu der heterogenen Gruppe der ovariellen Stromazelltumoren. Sie sind
sehr selten (0,2% aller Ovarialkarzinome). Das Durchschnittsalter beträgt 25
Jahre. Nur in Einzelfällen ist eine familiäre Häufung beschrieben worden.
Eine Assoziation mit einem Peutz-Jeghers-Syndrom ist auch berichtet worden.
Anzeichen sind z.B. ein unilateraler, etwa 10 cm Durchmesser großer
Adnextumor, einhergehend mit anamnestisch typischerweise zunehmenden
Virilisierungserscheinungen (Amenorrhö, Hirsutismus, Akne, tiefe Stimme,
Brustatrophie, Klitoromegalie, Spannen des Abdomens, abdominale Schmerzen).
Bei etwa 90% der Pat. liegt ein unilaterales Tumorwachstum vor. Die mittlere
Tumorgröße beträgt 10 cm. Der klassische Sertoli-Leydig-Zell-Tumor weist
sowohl Sertoli- als auch Leydig-Zellen auf. Reine Typen sind selten.
Es wird unterschieden in:
-
hochdifferenziert
-
mitteldifferenziert
-
entdifferenziert
Die Zuordnung erfolgt analog zur FIGO-Klassifikation für epitheliale
Ovarialkarzinome.
Die Prognose ist insgesamt gut – abhängig von Tumorgröße und
Differenzierungsgrad. Eine Kapselruptur prä- oder intraoperativ gilt als
prognostisch ungünstig.
Hoch- und mitteldifferenzierte Sertoli-Leydig-Tumoren metastasieren äußerst
selten, entdifferenzierte Tumoren häufiger.
Bei Nachweis eines gastrointestinalen Typs ist die Prognose gut
(5-J.-Überleben 93%), bei Nachweis unreifer Muskel- oder Knorpelstrukturen
dagegen schlecht (5-J.-Überleben 20%).
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