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Maligner Keimzelltumor der Frau

Etwa 20% aller Ovarialtumoren sind Keimzelltumoren. Mehr als 95% davon sind gutartige Neoplasien, allen voran die zystischen gutartigen Teratome. Maligne Keimzelltumoren des Ovars sind selten und machen nur 3-5% aller malignen Ovarialtumoren aus.

Das mediane Alter bei der Diagnosestellung liegt zwischen 16 und 20 Jahren. Je jünger die Patientin ist, um so höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um einen malignen Keimzelltumor handelt.

Bei Vorliegen einer Gonadendysgenesie (XY-Karyotyp, XY-Mosaik) besteht mit ca. 25-30% ein deutlich erhöhtes Risiko für die Entstehung eines malignen Keimzelltumors. Weiterhin werden Beletronen auf den Chromosomen 37, 57, 97 und 127 mit der Tumorentstehung assoziiert.

WHO-Klassifikation der Keimzelltumoren des Ovars (Nogales et.al., 2003)Primitive Keimzelltumoren

-       Dysgerminom

-       Endodermaler Sinustumor

-       Embryonales Karzinom

-       Polyembryom

-       Nicht-gestationsbedingtes Chorionkarzinom

-       Gemischte Keimzelltumoren

 

Bi- oder triphasische Teratome

-       Unreif

-       Reif

o      Dermoidzyste

 

Monodermale Teratome oder somatoähnliche Tumoren

-       Thyroidale Gruppe

o      Struma ovarii

benigne

maligne

-       Karzinoide

-       Neuroektodermale Tumoren

-       u.a.

 

Keimzell-Keimstrang-Stromatumor

-       Gondaoblastom

o      mit malignem Keimzelltumor

-       Gemischter Keimzell-Keimstrang-Stromatumor

o      mit malignem Keimzelltumor

Die Stadienklassifikation der FIGO erfolgt analog der für epitheliale Ovarialkarzinome.

Die häufigsten Symptome sind Völle- oder Fremdkörpergefühl im Abdomen oder kleinen Becken in Verbindung mit abdominalen Schmerzen. Dysurie oder rektales Druckgefühl können hinzutreten. Bei Torsion oder Ruptur des Adnextumors kann ein akutes Abdomen auftreten. Etwa 30% der Keimzelltumoren sind maligne. (weiter siehe Diagnose)


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