Morbus
Paget
Der Morbus Paget der Vulva
ist eine Sonderform der VIN, da er nicht vom Plattenepithel sondern von
den Hautanhangsdrüsen abstammt. Histologisch kennzeichnend: Paget-Zellen
mit vakuolisiertem Zytoplasma und bläschenförmigen Kernen.
Der extramammiläre M. Paget ist am häufigsten an Vulva, ano-genital und
axillär zu sehen und insgesamt bei Frauen häufiger. Klinische Zeichen
sind Juckreiz, verhärtete, schuppend rote Herde, teilweise auch erosiv glänzend
verändert mit serösem Exsudat (Abb.). Dies ist ein Erscheinungsbild mit
schwieriger Abgrenzung zu gutartigen Krankheitsbildern wie
Candidainfektion, intertriginöser Dermatitis, Tinea corporis oder aber
den häufigen Malignomen der Epidermis wie M. Bowen, Basalzell- oder
Stachelzellkarzinom.
Oft werden die Patientinnen jahrelang auf Pilze behandelt, weil der
Juckreiz vorliegt und andere Anzeichen, die genau dafür sprechen. Sollte
die Pilzbehandlung nicht anschlagen, ist unbedingt eine Biopsie des
Gewebes vorzunehmen und auf Paget-Zellen zu untersuchen. Auch hier gilt:
Um so früher erkannt, um so höher die Heilungschancen! Vertrauen Sie
sich einem guten Spezialisten einer Hautklinik oder Ihrem Gynäkologen an!
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