Zervixkarzinom
In
Mitteleuropa und den USA ist das Zervixkarzinom das sechsthäufigste Malignom der Frau.
Weltweit nimmt das Zervixkarzinom bei den Neuerkrankungen den zweiten Rang hinter dem
Mammakarzinom ein. Jährlich ist in Deutschland von ca. 8000 Neuerkrankungen und 2000
Todesfällen auszugehen (5-6/ 100.000). 25% der erkrankten Frauen sind jünger als 25
Jahre! Das Durchschnittsalter liegt bei etwa 50 Jahren für invasive Zervixkarzinome, bei
35 Jahren für in-situ-Karzinome.
Leider wird festgestellt, dass immer noch viel zu wenig Frauen die Vorsorgeuntersuchungen
wahrnehmen. Das Zervixkarzinom ist jedoch ein überzeugendes Beispiel für die Bedeutung
der Vorsorge und Früherkennung. So konnten z.B. in Österreich lt. Prof. Dr. Kölbl,
Direktor der Universitätsfrauenklinik Mainz, durch gezielte Vorsorgekampagnen,
rechtzeitige Überweisung der Frauen mit Verdacht auf Zellentartungen in fachärztliche
Behandlung etc., die Neuerkrankungsraten drastisch gesenkt werden.
Rauchen, Vaginalinfektionen, oder eine HPV-Infektion sind potenzielle Kofaktoren für die
Tumorentstehung. Weiterhin vermuten die Wissenschaftler mangelnde Sexualhygiene des
Mannes, die Anzahl der Sexualpartner, einen niedrigen sozialökonomischen Status oder auch
eine allgemeine Immunsuppression, sowie die lang andauernde Einnahme von
Ovlulationshemmern als weitere Faktoren für die Entstehung des Zervixkarzinoms.
Überzeugende Hinweise für eine familiäre Häufung (Erbübertragung) gibt es nicht.
Erstes Anzeichen einer Veränderung ist z.B. starker riechender Ausfluß, abnormale
vaginale Blutungen, vor allem nach Geschlechtsverkehr. Bei bereits fortgeschrittener
Erkrankung können Schmerzen in der Leistengegend, im Bauch und Kreuzschmerzen dazu kommen
und diagnoseweisend sein. Eine tiefe Bein-/ Beckenvenenthrombose oder ein Lymphödem sind
die Erstsymptome einer weit fortgeschrittenen Tumorausdehnung.
Das Zervixkarzinom ist eine Erkrankung mit einer langen präklinischen Phase (10-15
Jahre). Während die Prognose der Zervixkarzinome in den frühen Stadien gut ist, bleiben
die Therapie der fortgeschrittenen Stadien sowie die Behandlung von Patientinnen mit einem
Rezidiv (Wiedererkrankung) eine klinische Herausforderung. Rezidive treten meist nach 2-3
Jahren nach der Primärbehandlung auf.
Invasive Karzinome:
-
Oberflächenkarzinom (verhornendes Plattenepithelkarzinom)
- Invasives Karzinom (Adenokarzinom)
Link:
http://www.m-ww.de/krankheiten/krebs/zervixkarzinom.html
www.ruhr-uni-bochum.de/frauenklinik/scripte/vagvulvazervixca.cff
http://www.medinfo.de/index.asp?rubrik=Schwerpunkte&stichwort=Krebs&ustichwort=Geb%E4rmutterhalskrebs
http://www2.uni-jena.de/ufk/Zervixinfo/eb_cin4.html
Literatur:
H.G. Meerpohl
Zervixkarzinom
In: Schmoll/Höffken/Possinger (Hrsg.) Kompendium Internistische Onkologie Springer Verlag
Heidelberg, 3. Auflage 1999, pp: 1575-1620
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"Krebsinformationsdienst (KID)" in Heidelberg, Tel.: (0049) (0)62 21 41 01 21
oder Fax: (0049) (0)62 21 40 18 06 an.
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