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Einführung – ein Wort von mir

Grit, geb. 1966

Krebs - Mir passiert das doch nicht, ich gehe doch regelmäßig zur Gynäkologin – dachte ich. Außerdem bin ich doch jung, vital. Halbjährlich bis einmal im Jahr nahm ich die Vorsorgeuntersuchungen wahr. Ich hatte immer mal kleinere Probleme wie hartnäckige Pilzerkrankungen, in letzter Zeit starke Migräneattacken mit starker Zwischenblutung, meine Menstruation kam sowieso wie sie wollte, auch weil ich keine Pille einnahm und somit die Kontrolle nicht hatte. Darüber spricht man auch mit keinem, außer vielleicht mit seinem Partner oder mit der Frauenärztin/ dem Frauenarzt.

Ich bin aufgeklärt, arbeite selbst in einer großen onkologischen Klinik als Chefsekretärin, schreibe Arztbriefe, erledige die Korrespondenz für meinen Chef und wissenschaftliche Arbeiten mit den neusten Erkenntnissen in der Medizin gehen durch meine Hände. Dadurch habe ich sicherlich mehr Hintergrundwissen als "Otto Normalpatient". Und trotzdem traf mich die Diagnose wie der Schlag ins Gesicht. Meine Frauenärztin, die immer sehr ruhig und sachlich wirkte, hatte leider versäumt mir zu sagen, dass aus mehrmaligen PAPIII-Abstrichen Zellentartungen in Krebs umschlagen können.

Ich habe ein schweres Jahr 2003 hinter mir, mit vielen Tränen, Schmerzen, Ängsten. Ich habe dennoch das Glück gehabt, sehr gute Ärzte zu kennen, die mir sofort geholfen haben, das Beste aus meiner Erkrankung zu machen und das Optimalste für mich herauszuholen. Da ich schon immer eine Powerfrau war, lasse ich mich nicht unterkriegen und da der Bedarf in Deutschland offensichtlich riesig ist, habe ich diese Seiten erstellt. Ich danke ganz besonders Frau Dr. Menton aus Tübingen für die seelische und fachlich hochkompetente Unterstützung in diesem schweren Jahr, ich danke ihr, dass sie eine Kämpferin für eine bessere Medizin in Deutschland ist und uns Frauen zusammenbringt. Sie hat mir Adressen und Telefonnummern von Betroffenen gesendet, die ich beraten konnte und die mir wiederum Mut gaben, mein Wissen aufzuschreiben und diese Internetpräsenz überhaupt erst entstehen zu lassen.

Ich danke meinem Chef, der mir immer zur Seite stand, mir während meiner langen Abwesenheit immer das Gefühl gab, dass er auf mich wartet und sich freut, wenn ich wieder da bin – dies hat mich auch mit gesund gemacht.

Ich danke meiner Familie, meinen Freunden, Kollegen – ohne Euch hätte ich das alles nicht geschafft.

Grit: "Meine Familie" gemalt während meiner Kunsttherapie nach der Operation

Nun hoffe ich, dass ich gesund bleibe, trotz der vielen kleinen "Nachwehen" meinen normalen Weg wieder gehen kann. Und ich hoffe, dass viele betroffene Frauen endlich viele Fragen beantwortet bekommen, über die sonst keiner mit ihnen redet oder Frauen, die bisher keine Probleme haben, sich einfach informieren können, was sie für ihre weitere Gesunderhaltung tun sollten.

Diese Seiten sind mit meinen eigenen Erfahrungen verflochten; jegliche hochwissenschaftliche Erklärung lehne ich ab – es muß verständlich sein und bleiben, wie soll sonst jede Frau dies verstehen? Inhaltlich kann ich jedoch bestätigen, dass ich mich an wissenschaftliche Fakten streng gehalten habe.


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