Eigene Erfahrungen

Ernährung


Tumorpatienten haben häufig Ernährungsprobleme. Die schwerste Form wird als Kachexie bezeichnet. Meist liegt es an Appetitlosigkeit während der Therapie, an Übelkeit und Erbrechen; die Anorexie ist ein Symptomkomplex aus Appetitlosigkeit, vorzeitigem Sättigungsgefühl, Nahrungsmittelaversion sowie Geschmacks- und Geruchsstörungen und tritt bei Chemotherapiepatienten verstärkt auf.

Eine Mangelernährung beeinträchtigt den Stoffwechsel und die Immunabwehr – die der Patient zur Genesung aber dringend benötigt. Deswegen sollte allen Formen der Ernährungsprobleme entgegengewirkt werden.

Häufig haben Chemotherapiepatienten, die auch eine Strahlentherapie erhalten haben, Schleimhautschäden aufzuweisen, die das Aufnehmen der Nahrung oder gar Schlucken gar nicht oder nur schwer ermöglichen. Auch Verdauungsstörungen oder der lange Krankenhausaufenthalt (seelisch, Aversion gegen Krankenhausessen) kommen oft hinzu.

Es ist sinnvoll, eine ernährungsmedizinische Betreuung der Tumorpatienten von Anfang an einzubeziehen. Es wird der Ernährungszustand festgestellt, die Nahrungsaufnahme analysiert und die Energie- und Nährstoffzufuhr kontrolliert und geregelt, das Gewicht des Patienten möglichst konstant gehalten. Weiterhin soll das Immunsystem stimuliert werden. Sie sollten ausprobieren, welche Nahrungsmittel Sie vertragen oder nicht. Ihr Wohlbefinden steht an erster Stelle.

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Lieblingsgerichte und lange Spaziergänge machen Appetit.

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Vorsicht mit Nachwürzen bei Geschmacksverlust (macht Sodbrennen oder Durst)

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Bei Sodbrennen: Kamillentee - Kalorienbedarf muss gedeckt werden: zusätzlich z.B. hochkalorische Trinknahrung

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Ein Aperitif oder Wein/ Bier eine Stunde vor der Mahlzeit wirkt häufig appetitanregend – vorher Arzt fragen!

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Bei trockenem Mund und vermindertem Speichelfluss gilt: viel trinken, das Lutschen von milden Bonbons oder Kaugummi regt die Speichelbildung an; Mandel- oder Olivenöl zur Mundspülung; bei Mundtrockenheit Milch meiden! Sojamilch ist geeignet.

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Vor der Chemotherapie nur leichte Mahlzeiten zu sich nehmen

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Angenehme Düfte wie Lavendel, Anis können den Brechreiz mindern.

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Nahrungsmittel mit starkem Eigengeruch und stark säurehaltiges meiden.

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Mehrmals am Tag kleine Mahlzeiten und „Knabber-Einheiten“ essen - Gut kauen!

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Getränke  und Essen gut abkühlen lassen

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Ruhe und Entspannung bei und nach den Mahlzeiten - In kleinen Schlucken und oft trinken

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Strohhalm benutzen (auch nach dem Brechen; es hilft auch, Salzstangen dazu zu knabbern – gleicht den Mineralstoffverlust aus und beruhigt den Magen)

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Auf appetitliches Aussehen de angerichteten Speisen achten – zur Animierung

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Gute Mundhygiene – weiche Zahnbürste und Spülungen benutzen aus Salbeitee oder Kamille


Buchtipps: Die Auswahl zu diesem Thema ist beinahe unerschöpflich:

"Krebszellen mögen keine Himbeeren"

"Gesundessen bei Krebs"

"Stoffwechsel und Ernährung bei Tumorkrankheiten"

"Tumorbedingte Mangelernährung"

"Gesunde Ernährung bei Krebs"

"Ernährung für Krebskranke"


Weitere Buchtipps mit Quellenangaben:

Zürcher G.
Richtig ernähren – Krebs bekämpfen
Nutrition Life 5: 7-10

Britzelmeier I.
Nebenwirkungen aktiv begegnen 
Krebsmagazin IV 2004; Heft 11: 31-
 

Nützliche Links:
http://www.krebsgesellschaft.de/download/ernaehrungs_strategien.pdf
http://www.krebsinformationsdienst.de/themen/behandlung/ernaehrung-therapie-gewichtsverlust.php
http://www.krebs-bei-frauen-genitaltumoren.de/eigene_erfahrungen/index_eigene_erfahrungen.html


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